Züchter sein dagegen sehr....

Dieser Artikel stammt nicht aus meiner Feder. Ich fand ihn auf der Homepage von Waltraud Novak, Athabaske's Maine Coons. Frau Novak hat mir diesen Text freundlicherweise überlassen. Sie selbst hat diesen Text in einer englisch-sprachigen Newsgroup gefunden und sich die Mühe gemacht, ihn zu übersetzen.

Mit ausdrücklicher Genehmigung der Autorin:

Wenn man bisher noch niemals ausgestellt hat, würde ich vorschlagen, besuchen Sie einige Ausstellungen als Zuschauer, lernen Sie kennen, was es alles gibt und wie es sich abspielt, danach kaufen Sie eine Katze, die Sie bei den Kastraten ausstellen können. Züchten und Ausstellen ist eine sehr teure Angelegenheit.

Ehe Sie in die Zucht einsteigen, sollten Sie sich vergegenwärtigen, dass Ihr Herz wohl viele hunderte Male gebrochen wird. Sie werden Kitten sterben sehen, Sie werden Zucht- und Deckprobleme mit Ihren besten Katzen und Katern haben. Sie werden um 3 Uhr morgens verzweifelt Ihren Tierarzt anrufen, wenn Sie ein krankes Kitten haben oder eine trächtige Kätzin in Geburtsschwierigkeiten (deshalb ist es wichtig, einen Tierarzt zu haben, der über Catteries Bescheid weiß oder zumindest Willens ist, es zu lernen!) Sie werden erleben, dass Katzen aus Ihrer Zucht nicht einen lausigen Punkt auf einer Ausstellung gewinnen; oder Sie müssen einsehen, dass Ausgestellt werden nicht zu deren beliebtesten Beschäftigungen zählt und sie fauchen, knurren und versuchen, den Richter zu beissen.

Andererseits werden Sie aufregende Gefühle erfahren: ein neugeborenes Kätzchen in Ihrer Hand zu halten, das Vertrauen Ihrer Kätzin, die Sie während der Geburt neben sich haben möchte, einen Richter den Typ und die Kondition einer Katze aus Ihrer Zucht loben zu hören, den ersten großen Titel für eine Katze aus Ihrer Zucht zu erringen, und, wenn Sie besonderes Glück haben, einen Weltsieger-Titel zu gewinnen.

Auf diesem Weg werden Sie viele Züchter und Aussteller kennenlernen. Einige von uns werden freundlich sein, andere weniger. Einige werden Ihnen helfen, andere nicht. Sie werden ein paar gute Freunde finden und sich ein paar Feinde machen. Es werden Tage kommen, wo Sie gerade genug Geld haben, um entweder Futter für die Katzen oder Essen für sich selbst zu kaufen. Es wird Zeiten geben, wo Sie Geld für Ihren Traumurlaub angespart haben und dann passiert ein Notfall und das Geld geht stattdessen an den Tierarzt. Von dem Augenblick an, wo Sie sich dafür entscheiden, Katzen zu züchten, gibt es nur mehr einen Grundsatz für Sie: DIE KATZEN GEHEN IMMER VOR!

Nachdem Sie alle Pro und Kontras abgewogen und entschieden haben, dass Sie doch Katzen züchten wollen, suchen Sie einen Züchter, der bereit ist, Sie anzuleiten. Wahrscheinlich wird das jemand sein, der die gleiche Rasse züchtet, die Sie selbst anstreben, aber das ist gar nicht so wichtig. Nehmen Sie sich für die Entscheidung, welche Rasse Sie züchten wollen, Zeit. Jede Rasse hat ihre Vor- und Nachteile. Wenn Sie nur beschränkt Zeit haben ist eine Kurzhaar-Rasse die bessere Wahl. Langhaarkatzen benötigen mehr Zeit, weil sie intensiver gepflegt werden müssen.

Möchten Sie eine laute, sehr lebhafte Rasse oder eher den ruhigeren, mehr gemütlichen Typ? Wenn Sie nicht so sehr mit den Eigenheiten der verschiedenen Rassen vertraut sind, dann, nochmals, verbringen Sie einige Zeit auf Ausstellungen und sprechen Sie mit verschiedenen Züchtern.

Unter Berücksichtigung der Rasse und der Anzahl Katzen, die Sie halten möchten, entscheiden Sie, wo und wie die örtlichen Gegebenheiten Ihrer Cattery sein sollen. Das muß nichts außergewöhnliches sein. Viele Züchter benutzen ein leeres Zimmer dafür. Was die Ausstattung betrifft, sind einige Katzentoiletten, verschiedene Futter- und Wasserschüsseln, Handtücher, Babydecken, eine Wurfbox, ein Kratzbaum und Spielzeug unumgänglich, nicht zu vergessen wenigstens ein Käfig. Auch wenn Ihre Katzen und Kitten frei in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus herumlaufen dürfen, es werden Zeiten kommen, wo Sie um der Gesundheit oder Sicherheit einer Katze oder Ihrer anderen Katzen willen, diese eine in den Käfig sperren müssen.

Erwarten Sie nicht, Geld machen zu können. Zu dem Zeitpunkt, wo die Kitten endlich verkauft werden können, werden Sie ein kleines Vermögen für Futter und Tierarztrechnungen ausgegeben haben, ganz zu schweigen von dem Aufwand an Gefühlen, die Sie investiert haben. Seien Sie darauf vorbereitet, Ihre Kitten gehen zu lassen und jedes Mal ein kleines Stück Ihres Herzens mit zu verlieren. Egal, wie sehr Sie sich bemühen, sich nicht in die Kleinen zu verlieben, es bleibt Wunschdenken, wenn Sie ernsthaft wollen, dass Ihre Kitten zu verspielten, schmusigen, menschbezogenen Katzen heranwachsen sollen.

Ich möchte hier keine Bücher schreiben, ich hoffe nur, dass zumindest einiges von dem oben Erwähnten für Sie hilfreich ist.

Dee White, Codakatz American Shorthair