Keine Angst vor Toxoplasmose !
siehe auch
Medicine Worldwide

Was ist Toxoplasmose?

Toxoplasmose ist ein einzelliges Lebewesen, das sich sowohl bei Menschen als auch bei Tieren, insbes. Katzen, vermehren kann. Die Krankheit verläuft ohne besondere Symptome, so daß die Infektion meist unbemerkt bleibt.
 

Worin liegt die Gefahr?

Gefährlich kann Toxoplasmose dann werden, wenn sich schwangere Frauen, die davor noch nie Kontakt mit Toxoplasmose-Erregern hatten, sich während der Schwangerschaft damit infizieren. Es besteht dann eine Gefahr für das ungeborene Kind.
Übervorsichtige Ärzte raten dann oft dazu, eine Katze abzuschaffen bzw. sich keine anzuschaffen.

Wie kann Toxoplasmose übertragen werden?

Die Infektion erfolgt in den meisten Fällen durch den Verzehr bzw. die Berührung von rohem bzw. nicht ausreichend erhitzem Fleisch infizierter Tiere, insbesondere Schweinefleisch und Geflügel. Aber auch durch Gartenarbeit kann man sich damit infizieren.
Es muß also gar keine Katze im Haushalt sein, um sich anstecken zu können.
 

Wie kann eine Infektion vermieden werden?

Aufgrund der Ansteckung durch z.B. Fleisch, haben sehr viele Menschen irgendwann einmal ohne es zu bemerken Kontakt zu Toxoplasmose-Erregern und bilden dann Antikörper. Sind Antikörper vorhanden, kann nichts mehr passieren, auch nicht während der Schwangerschaft.
Um eine Infektion zu vermeiden, sollte die werdende Mutter den Kontakt mit rohem Fleisch vermeiden und auch die Katze nicht mit rohem Fleisch füttern. Die (tägliche!) Reinigung der Katzentoilette sollte aus Sicherheitsgründen mit Einmalhandschuhen vorgenommen werden oder jemand anderes in dieser Zeit übernehmen.
Die tägliche Reinigung ist besonders wichtig, da der Kot überhaupt erst nach ca. 48 Stunden infektiös wird.

Wie kann man sich sonst noch absichern?

Die Frau kann durch eine Blutuntersuchung feststellen lassen, ob Sie sich bereits früher mit Toxoplasmose infiziert hat. Es sind dann Antikörper nachweisbar und es besteht keinerlei Gefahr, da der Körper eine Immunität erworben hat.
Ferner kann die Katze ebenfalls durch Kot- bzw. Blutuntersuchungen daraufhin getestet werden. Verläuft die Untersuchung negativ, ist besonders bei Wohnungskatzen eine Neuinfektion praktisch ausgeschlossen, wenn auf die Fütterung von rohem Fleisch
verzichtet wird.
 

Es ist somit absolut nicht erforderlich, seine Katze(n) aufgrund einer Schwangerschaft abzugeben. Leider hält sich dieses "Ammenmärchen" beharrlich und es bleibt zu hoffen, daß Ärzte schwangere Frauen künftig besser aufklären.

(Mit freundlicher Genehmigung von Sabine Bayer, Maine Coons of Yessira) sowie

(Mit freundlicher Genehmigung von Frau Hartmann, Helkenberg Maine Coons)